Sonntag, 1. September 2013

Tag 7-11 Meine erste richtige Woche

Diese Woche gibt es einiges zu berichten: Montag und Dienstag waren meine ersten richtigen Arbeitstage, welche zeitlich klar geregelt sind. Ich stehe um 7 auf und fange um halb 8 an. Zuerst gebe ich A. ihr Fläschchen, danach wird gespielt etc. Gegen 10 schläft sie für etwa eine Stunde, dann gibt es einen Obstsnack und es wird wieder gespielt. Gegen 12/halb 1 mache ich Lunch für A. und dann geht es wieder ab ins Bettchen (für sie, nicht für mich, denn ich habe ja schon während des ersten Snaps geschlafen :D). Anschließend machen wir einen Spaziergang, gehen zum Spielplatz, zu einer Art Kinderbauernhof (super schön!) oder in die Stadt je nachdem. Gegen 4/halb 5 ist wieder Snacktime (Reiswaffel oÄ.) und anschließend wird wieder geschlafen. Während A . schläft mache ich meist meine Wäsche, mache Sport im Homefitnesscenter :D oder lese einfach etwas. Online bin ich viel zu selten und komme daher auch nicht dazu öfter zu schreiben, sry.

Zum Schluss sorge ich wieder für Entertainment bis ein Elternteil nachhause kommt (gegen 6). Dann bin ich also off und kann machen, was ich will. Dies beschränkt sich an Arbeitstagen meist auf gemeinsames Kochen, essen und anschließend Fernsehgucken (meist Fußball: AJAX!!!) oder einfach im Garten sitzen und Cocktails schlürfen ;)

Am Mittwoch sind meine Hostmum, A. und ich nach Amsterdam gefahren, weil D. zum Frisör wollte (Natürlich muss ich da nicht mit, aber zu einer kostenlosen Sightseeingtour und gesponsertem Lunch sagt man doch nicht ‚Nein‘!). Wir waren also erst beim Kapper und sind dann ein bisschen rumgelaufen, mir wurde alles erklärt (in der Hoffnung, dass ich mich nicht verlaufe, wenn ich alleine unterwegs bin (hat nicht geklappt :D)) usw. Ich hab mich dann auch direkt mal mit ein paar Büchern für die nächste Zeit eingedeckt.

Donnerstag war wieder Arbeiten angesagt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Freitag war mein Off-day. Ich habe ja schon vorher mit einigen Aupairs hier aus der Gegend Kontakt gehabt und mich also mit einem finnischen Aupair aus meiner Stadt verabredet, um nach Amsterdam zu fahren. Wir wollten uns aber vor Ort treffen, weil sie noch etwas erledigen wollte. Also bin ich direkt nach dem Aufstehen zum Bahnhof gefahren, weil ich meinen Discount nutzen wollte: Ich habe ja eine Chipcard, mit der ich 40% off bekomme, wenn ich außerhalb der Rushhour fahre. Ich kann also zwischen 9 und 4 und nach 6.30 günstiger fahren. Also dachte ich mir, dass wenn ich um 10 fahre, ich bestimmt um 4 wieder hier sein würde – falsch gedacht! Ich fuhr also hin mit einem festen Plan, was ich alles machen will, bevor ich das Aupair treffe. Ich wollte sie ja nicht mit rumschleifen, vor allem, wenn ich sie noch nicht kenne und nicht weiß, wie sie so drauf ist. Jedenfalls habe ich viel mehr geschafft und sogar noch ‚Extrapunkte‘ hinzugefügt. Ich bin an dem Tag bestimmt 10-15 Kilometer gelaufen (ungelogen!). Ich war also im Rotlichtviertel, auf mehreren Flohmärkten, Shoppen auf der Kalverstraat und auf den 9 Streets. Dann habe ich U. getroffen und wir sind ein bisschen rumgelaufen, waren im Vondelpark (auf der Bank neben uns saß eine Frau, die Gras geraucht hat! Mitten in der Stadt! Nachmittags! Mit Kindern um sie herum!). Anschließend waren wir noch essen und haben uns an die Grachten gesetzt. Plötzlich war es 8 Uhr, ich bin also knapp 12 Stunden unterwegs gewesen (zuhause war ich gegen 10). Zusammenfassend war das Treffen also super und wir werden jetzt öfter was machen!

Am Samstag stand Utrecht auf dem Programm, ich fuhr in die Stadt um dort eine kostenlose Sightseeingtour zu machen, die dort jedes Wochenende angeboten wird und von Couchsurfern organisiert ist. Wir waren eine Gruppe von knapp 20 Leuten (mal sind nur 5 da, mal 30) und liefen also knapp 3 Stunden herum. Dabei machte ich einige nette Bekanntschaften, vor allem waren viele Studenten dabei (Die Uni startet am Dienstag und die internationalen Studenten ziehen fast alle erst dieses Wochenende ein). Ich habe mich also mit Amerikanern, Briten, Finnen, Japanern, Rumänen uvm. Unterhalten, das war super! Mit einigen werde ich mich nächstes Wochenende wieder treffen. Die Tour ist nur zu empfehlen, der Guide (wechselt jede Woche, insgesamt 9 Leute) war/ist super witzig. Er ist eigentlich High School Teacher, Ende Zwanzig und macht diese Touren am Wochenende (so wie alle Guides) einfach aus Vergnügen, was ich super finde.

Anschließen waren wir noch in einen Bar mit 5 Leuten und haben uns eine Weile unterhalten. Die Partnerin des Guides ist dann noch dazugestoßen und hat ihr Baby (12 Wochen) mitten in der Öffentlichkeit gestillt. Für mich ist das normal, aber da wir ja international waren, war auch ein strenger Moslem dabei, der es ganz und gar nicht gut fand, dass eine Frau sich halb nackt in der Öffentlichkeit zeigt. Naja, war aber amüsant :D Dann bin ich wieder nach Hause gefahren. Auf meiner Straße fand eine Art Nachbarschaftsgrillen statt (mit Hüpfburg!!!) und dort habe ich dann auch die anderen Nachbarn kennengelernt, alle sind super nett und die meisten sind auch erst Ende 20 / Anfang 30. Das älteste Paar ist um die 60 und hat 15 und 17jährige Töchter, mit denen ich dann später noch einen spontanen DVD-Abend gemacht habe. War also richtig gut! Heute (Sonntag) machen wir (4 Mädels) eine Fahrradtour (Ja, hier haben die Geschäfte nämlich auch sonntags auf! :D ),mal sehen, wie es wird.

Das war mein Wochenbericht, nächste Woche gibt es Neues!

Liebe Grüße in die Heimat!

Amersfoort Stadttor / Spielplatz / Pippi Langstrumpf / Eine der Katzen / Amsterdam Streetart / Prinsengracht / Utrecht Dom / Utrecht Bootstour / Utrecht Kunst Part 1 / Utrecht Kunst Part 2

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